Saubere Luft, kristallklare Seen und der unverkennbare Duft von frischen, artenreichen Bergwiesen. Die Natur- und Kulturlandschaft der Alpen ist ein außergewöhnliches Geschenk, das genossen werden darf und gleichzeitig geschützt werden muss.
Als touristisches Unternehmen sehen wir es als unsere Verantwortung, im Gastgewerbe möglichst ressourcenschonend zu handeln – so, dass wir gute Erinnerungen für unsere Gäste schaffen und zugleich auf die Natur, die Menschen vor Ort und zukünftige Generationen Rücksicht nehmen. Unser Leitbild ist ein achtsamer wie regenerativer Tourismus, der bewusst konsumiert und neue Erfahrungen ermöglicht, statt die Bergwelt nur als Kulisse zu inszenieren.

Um dem näher zu kommen, setzen wir auf fünf Kernstrategien nachhaltigen Handelns:
Wir haben dafür drei operative Handlungsebenen identifiziert: unser eigenes Unternehmen (staygood GmbH), die An- und Abreise der Gäste sowie die Unterkunft selbst.
Vor der eigenen Türe kehrt es sich am besten. Als Unternehmen mit fast vierzigjähriger Vorgeschichte haben wir mit der Umwandlung der Körperschaft 2022 das Thema ganzheitlich in den Blick genommen. Wir sind nicht perfekt, aber wir haben uns als mittelständisches Unternehmen auf den Weg gemacht und einige Meilensteine erreicht.
Wir verstehen uns als Unternehmen, das auf sozialer und ökologischer Ebene fortlaufend Beiträge für eine lebenswerte Zukunft leisten möchte.
Eine aktuelle Auswahl unserer Maßnahmen:
Wenn Menschen von Ort A nach Ort B reisen, werden dafür Ressourcen verbraucht und besonders in der Hauptreisezeit beginnt und endet ein Urlaub mit dem Auto meist im Stau. Wir empfehlen daher möglichst die Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehres, zumal Garmisch-Partenkirchen perfekt in den Netzplan eingebunden ist.
Der Alpenverein hat hierzu eine übersichtliche Seite geschaffen:
https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/umwelt/mit-bahn-und-bus-in-die-berge
Gleichzeitig können wir auch nachvollziehen, dass die Reise mit dem eigenen Auto vor Ort auch Vorteile bietet, um die Region zu erkunden. Hier lohnt jedoch auch oftmals die Nutzung der zahlreichen Fahrradverleih-Stationen in Garmisch, für nachhaltige Erkundungstouren.
Letztlich haben wir hier die geringsten Möglichkeiten, eine direkte Einsparung von Ressourcen zu erzielen und sind auf die Mitwirkung unserer Gäste angewiesen. Und relativ zu einer Fernreise mit dem Flugzeug gesehen, ist ein Urlaub im Inland mit weitaus geringeren Emissionen verbunden. Um diese zu kompensieren, bieten Anbieter wie Atmosfair die Möglichkeit, die CO2-Emissionen der Reise auszugleichen.
Je nach Objektbeschaffenheit gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Ressourcen einzusparen. Für diese unterkunftsbezogenen Handlungsfelder haben wir nachprüfbare Kriterien definiert. Dabei orientieren wir uns an Merkmalen, wie sie u. a. von Reiseportalen wie Booking.com oder Feratel verwendet werden bzw. wurden – auch wenn diese ursprünglich für den Hotelkontext entworfen wurden.
Verbrauchsmaterialien & Wäsche. Für jede Belegung stellen wir eine Erstausstattung mit ökologischen Verbrauchsmaterialien vom BioParadies Garmisch zusammen – u. a. Toilettenpapier von Goldeimer, Spülmittel und Handseife von Sonett, Spültabs von „die Seifenblase“ sowie langlebige Reinigungstücher. Unsere Mietwäsche beziehen wir von der Firma Urzinger; diese trägt keine Klimaneutralitäts-Auszeichnung, hat aber ein TÜV-zertifiziertes betriebliches Energie- und Umweltmanagementsystem umgesetzt.
Reinigung. Wir arbeiten ausschließlich mit Reinigungsfirmen zusammen, die zusagen, möglichst ökologische Reinigungsmittel zu verwenden – die wir teils selbst stellen. In Ausnahmefällen sind Spezialmittel nötig, um unseren Hygiene- und Desinfektionsstandard einzuhalten.
Energie- & Wärmeversorgung. Wir empfehlen allen Eigentümern, ausschließlich Strom aus 100 % erneuerbaren Energien zu nutzen, und achten auf Objekte mit regionalem Fernwärmeanschluss. Bei älteren Bestandsobjekten regen wir Investitionen in ressourcenschonendere Heizsysteme (Solarthermie, Wärmepumpe) an. Wo zertifizierte Ladeinfrastruktur für E-Bikes und E-Autos vorhanden ist, kennzeichnen wir das Objekt entsprechend.
Wasser- & Energieverbrauch. Durch wassersparende Armaturen in Küche, Bad und WC sowie effiziente LED-Beleuchtung, Energiesparschalter und möglichst sparsame Geräte (Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine) senken wir den Verbrauch technisch.
Wärmeverbrauch. Die primäre Maßnahme ist die Optimierung des Wärmebedarfs durch Gebäudedämmung und mindestens doppelte Verglasung. In einigen Objekten sammeln wir Erfahrungen mit smarter Heizungssteuerung, um heimelige Urlaubswärme und automatische Regulation bei Abwesenheit auszubalancieren.
Einrichtung & Ausstattung. Wir arbeiten mit regionalen Raumausstattern wie Wohnform und Hoamat Design zusammen und setzen auf langlebige, gut reparierbare Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte.
Müllvermeidung. Wir weisen unsere Gäste in allen gängigen Sprachen auf die Mülltrennung hin; falsch getrennter Müll wird durch unsere Reinigungsteams nachsortiert. In Garmisch-Partenkirchen setzen zudem viele Cafés und Restaurants auf das Mehrwegsystem ReCup.
Wenn eine Unterkunft mindestens sieben Nachhaltigkeitskriterien erfüllt (davon 100% Erneuerbare Energien als obligate Eigenschaft und ohne unsere Maßnahmen in ökologische Verbrauchsmaterialien wie Reinigung), kennzeichnen wir diese als "nachhaltige Unterkunft". Die erreichten Merkmale werden jeweils beim Objekt aufgeführt.
Uns ist bewusst, dass dies nur ein erster Schritt ist und sein kann. Aber jede große Reise braucht einen Anfang und da es aktuell keinen branchenweiten Standard gibt, beteiligen wir uns an überregionaler Vernetzung und Projekten mit dem Ziel einer besseren Erfassung und Visualisierung von Nachhaltigkeitskriterien.